U-18-Wahl: Jetzt durfte am Gymnasium Michelstadt auch die Jugend wählen
Am Gymnasium Michelstadt bekamen Schülerinnen und Schüler unter 18 Jahren dieser Tage die Möglichkeit, an einer simulierten Bundestagswahl teilzunehmen. Zwar stand diese Initiative unter Federführung der Bundeszentrale für politische Bildung allen weiterführenden Schulen im Wahlkreis 187 offen, aber nur am Gymnasium Michelstadt konnten die Schülerinnen und Schüler ihr Kreuz auf echten Wahlzetteln in Wahlkabinen setzen und so Teil einer freien, geheimen, gleichen und unmittelbaren Urnenwahl werden.        

In Hessen gab es insgesamt 67 Wahllokale, mehr als 215.000 Kinder und Jugendliche nahmen bundesweit an dieser Wahlsimulation Teil. Am Gymnasium wurde das Interesse für diese Aktion im Politik- und Wirtschaftsunterricht der Klasse 9b von Studienrat Holger Thierolf geweckt. Allerdings mussten dazu erst einmal 1000 originale Stimmzettel entwertet und ein Wahllokal eingerichtet werden. Dabei wurde die Klasse zusätzlich von Politikstudent Niklas Kirsch unterstützt, der gerade sein Schulpraktikum am Gymnasium absolviert. Auch die Schülervertretung sowie zahlreiche Oberstufenschülerinnen und –schüler waren eingebunden. Im Rahmen der U-18-Wahl haben sich Kinder und Jugendliche mit den Programmen der Parteien beschäftigt und mit Kandidatinnen und Kandidaten im Wahlkreis debattiert. Bestimmende Themen waren Nachhaltigkeit und Umwelt, Digitalpolitik und die Gerechtigkeit bei Bildungschancen. Das Ergebnis ist Ausdruck der politischen Stimmung all derer, die bei der Bundestagswahl am 24. September nicht wählen dürfen – weil sie noch zu jung sind. 

Wenn es nach den 1300 Kindern und Jugendlichen im Einzugsbereich des U-18-Wahllokals am Gymnasium Michelstadt ginge, bekäme die CDU mit 30,9% die meisten Stimmen. Es folgen Bündnis 90/Die Grünen mit 18,3%, SPD mit 17,8%, Die Linke mit 8,5%, AfD mit 7,2% und FDP mit 5,5%. Diese Parteien würden es in den Bundestag schaffen.

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