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U-18-Wahl: Jetzt durfte am Gymnasium Michelstadt auch die Jugend wählen
Am Gymnasium Michelstadt bekamen Schülerinnen und Schüler unter 18 Jahren dieser Tage die Möglichkeit, an einer simulierten Bundestagswahl teilzunehmen. Zwar stand diese Initiative unter Federführung der Bundeszentrale für politische Bildung allen weiterführenden Schulen im Wahlkreis 187 offen, aber nur am Gymnasium Michelstadt konnten die Schülerinnen und Schüler ihr Kreuz auf echten Wahlzetteln in Wahlkabinen setzen und so Teil einer freien, geheimen, gleichen und unmittelbaren Urnenwahl werden.        

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Das Bürgerbüro der Stadt Michelstadt schmücken seit Kurzem Tusche- und Aquarellzeichnungen mit Michelstädter Motiven. Geschaffen wurden die Bilder von den Schülerinnen Elisabeth Schaad, Thu Huong Quan und Kiyomi Langenhagen.

Stadt Michelstadt

Die Stadt Michelstadt bietet Praktikanten und angehenden IT-Assistenten entsprechende

Möglichkeiten, praktisches Fachwissen im IT-Bereich zu erwerben. Es gibt hier Kooperationen

beispielsweise mit dem beruflichen Gymnasium, der TU Darmstadt oder der FH in Frankfurt oder

mit großen Firmen.

Die TDS Fujitsu dabei ist ein solches Unternehmen. Sie bietet im Bereich Studium und Ausbildung

in neuen Bereichen sehr große Möglichkeiten. Wir haben von der TDS Fujitsu wieder eine

Übersicht über die Studien- und Ausbildungsangebote bekommen.

Vielleicht sind diese Angebote auch für Absolventen des Gymnasiums interessant und könnten

ggf. auf Ihrer Website neben den anderen beruflichen Angeboten puliziert werden.

 

 

Ausbildungsplätze und Duale Studiengänge 2018

 
 


13. September  2017


Liebe Kolleginnen und Kollegen,

auch im Jahr 2018 bietet Fujitsu wieder Ausbildungsplätze und Duale Studiengänge für die verschiedensten Fachrichtungen an.

Nachfolgend finden Sie einen Überblick über das Angebot für den Ausbildungsstart am 1. September 2018:

Ausbildungsberufe

Duale Studiengänge

(Angewandte) Informatik

Wirtschaftsinformatik

Betriebswirtschaftslehre

Bei allen Dualen Studiengängen ist der Studienort bereits festgelegt. Die Praxiseinsätze hingegen erfolgen bundesweit an unseren Standorten in Abhängigkeit von den zu vermittelnden Inhalten.

Haben Sie oder Ihre Freunde, Bekannte und Verwandte Kinder oder junge Erwachsene, die sich gerade in der Entscheidungsphase für eine Ausbildung oder ein Duales Studium befinden?

Dann helfen Sie mit, diese Plätze mit den besten Kandidat(inn)en zu besetzen. Bitte leiten Sie diese Information an alle Interessent(inn)en weiter und empfehlen Sie einen Besuch auf unserer Karriere-Website www.fujitsu.de/karriere.                                                                    

Je früher uns Bewerbungen direkt über unser Recruiting-Portal erreichen, desto besser.

Unsere ersten persönlichen Auswahlverfahren finden bereits im Oktober 2017 statt. Sobald wir ein Berufsbild oder einen Studiengang voll besetzt haben, werden wir die jeweilige Ausschreibung schließen.

Bei weiteren Fragen zum Thema Auswahlprozess und zur Bewerbung wenden Sie sich bitte an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Bei inhaltlichen Fragen zum Thema Ausbildung und Duales Studium wenden Sie sich bitte an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! und Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

 

 
 

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Unsere Partnerschule Liceo Renato Cartesio in Olevano Romano (Italien)

"Das ist ein wahres Zauberland, gewiss einer der schönsten und bedeutendsten Punkte Italiens (...) Wir lebten dort wie die Prinzen in einem verzauberten Schloss. Überhaupt ist die ganze Gegend dort so phantastisch, dass man es in Deutschland gar nicht glauben würde, wenn man Zeichnungen davon sähe,“ schreibt der junge Maler Franz Horny am 31. Juli 1817 an seine Mutter in Weimar. Die Rede ist von einer Landschaft, etwa 50 km östlich von Rom, wo die steilen Abhänge der Sabiner und der Simbruiner Berge die Ebene der römischen Campagna begrenzen und uralte Städtchen auf hoch aufragenden Felsen harmonisch aus dem Tuffstein herauszuwachsen scheinen. Dies ist die Gegend, in der Olevano Romano liegt.
Mitte des neunzehnten Jahrhunderts schreibt der berühmte Gelehrte und Italienreisende Ferdinand Gregorovius (1821 – 71) über diese Landschaft: „Viele Örter auf den sonnigen Höhen oder in den dunklen Falten der Gebirge; Burgen, Klöster und Städte wie spielend in die Luft gehoben. Eine epische Ruhe überall. Die Linien dieser Gebirge am reinsten Blau des Himmels sind so scharf und klar, dass sie das Auge bezaubern; man möchte hinüber, auf den leuchtenden Kanten und Flächen in der Frische jener hohen Himmelszone einherzuschreiten. … Der Eindruck eines großen Landschaftsgemäldes erhöht sich für den Denkenden, wenn er es mit der Geschichte zu verbinden weiß …“  (F.Gregorovius, Wanderjahre in Italien - Aus der Campagna von Ro, 1856 und 1858)

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Franz Horny (1798 – 1824), Blick auf Olevano


Seit 1997 ist das Gymnasium Michelstadt mit Olevano Romano offiziell durch eine Schulpartnerschaft verbunden, nachdem es bereits 1992 zu ersten Kontakten und Begegnungen unter Schülern gekommen war. Wenn es nach den Italienern ginge, wäre aus dieser Verbindung auch längst eine Partnerschaft mit der Stadt Michelstadt geworden. Damit würde sich auch der Wunsch des bekannten Michelstädter Künstlers Heinz Hindorf erfüllen, der sich in den Jahren 1936 und 1937 in dem italienischen Städtchen aufhielt und von dem Reiz der Landschaft wie der Liebenswürdigkeit der Bevölkerung so fasziniert war, dass er kurz vor seinem Tode nochmals nach Olevano reiste, um der Stadt endgültig Lebewohl zu sagen. Bei dieser Gelegenheit schenkte er dem dortigen Museum eine Reihe seiner Werke, die während seines dortigen Aufenthaltes entstanden waren. Hindorf sagte damals: „Ich würde mich sehr freuen, wenn aus dieser Sympathie eine Verbindung, vielleicht sogar eine Freundschaft würde, auch wenn es sicher bei meinem Alter ein Wagnis ist, dies zu denken. Es wäre für mich eine große Freude, wenn die Verbindung der beiden Städte zustande käme.“
Die Vision einer tieferen Beziehung zwischen den beiden Gemeinden klang auch in der Rede des ehemaligen Schulleiters des Gymnasiums Michelstadt, Ernst Ruppert, an, die er anlässlich der Verschwisterungsfeier 1998 im Michelstädter Stadthaus gehalten hat: „So vollendet die Verschwisterung zwischen dem Liceo Renato Cartesio Olevano und dem Gymnasium Michelstadt nicht nur die Verbindung zweier Schulen. Diese Beziehung festigt zugleich die Beziehung zwischen zwei liebenswerten Städten – Olevano Romano und Michelstadt -, zwischen zwei herausragenden Landschaften – die Felsenlandschaft Olevanos und die Odenwaldlandschaft – und diese Beziehung festigt die Beziehung zwischen den beiden Ländern Italien und Deutschland in unserem gemeinsamen Europa.“

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Heinz Hindorf (1909 – 1990)

Persönlich habe ich Olevano Romano bereits 1979 kennen gelernt: Während eines Aufenthaltes in Rom hatten wir – damals noch Studenten - einen Ausflug in die Campagna, die Landschaft um Rom, unternommen und waren von Bewohnern des Städtchens sehr freundlich aufgenommen und bewirtet worden. Einer aus unserer Gruppe, ein Kunststudent, erhielt nur wenige Wochen nach unserer ersten Begegnung mit Olevano Romano ein Stipendium und kehrte für drei Monate dorthin wieder zurück, um sich in der Casa Baldi, einem ausschließlich von Künstlern bewohnten Haus, der Landschaftsmalerei zu widmen.
Olevano Romano ist ein Ort der Kunst und der Künstler. Schon seit dem 18. Jahrhundert wurde die Stadt von zahlreichen Malern und Dichtern aus ganz Europa, besonders aber aus Deutschland besucht, darunter so namhafte Meister wie z.B. Johann Anton Koch, Ludwig Richter, Carl Philipp Fohr oder Viktor von Scheffel. In vielen Museen Europas hängen Gemälde mit Motiven der bezaubernden Landschaft Olevanos.
Der Ort hat nicht nur die Kunstgeschichte Europas mitgeprägt, die vielen Europäer, die seit über 200 Jahren in Olevano zu Gast waren und es heute noch sind, haben auch dem Ort seine Prägung gegeben. Trotz seiner abgeschiedenen und idyllischen Lage zeigt sich die Bevölkerung einerseits sehr traditionsbewusst, auf der anderen Seite jedoch Fremden und Gästen gegenüber unvoreingenommen und interessiert. Zahlreiche Initiativen versuchen die historische Bedeutung des Ortes lebendig zu halten und weiterzuentwickeln. So ist beispielsweise ein kleines Museum entstanden, in dem – wie bereits erwähnt - auch die Bilder unseres Michelstädter Künstlers Heinz Hindorf zu finden sind. An denselben erinnern außerdem die kleine Straße, die zu diesem Museum führt, und eine Gedenktafel an dem Haus, in dem er damals wohnte.
Eine nicht unbedeutende Rolle nimmt in diesem Zusammenhang auch das Liceo „Renato Cartesio“ ein, ein Gymnasium mit naturwissenschaftlichem und sprachlichem Zweig, das zurzeit von etwa 600 Schülern aus Olevano und seiner Umgebung besucht wird. Die Schule widmet sich mit zahlreichen Projekten der regionalen Geschichte und betont mit ihrem breiten Sprachenangebot, darunter auch Deutsch, zugleich ihren europäischen Bildungsanspruch. Keine Frage also, dass ein Schüleraustausch mit dem europäischen Ausland, und vor allem mit Deutschland, für Olevano Romano nicht nur eine Bereicherung seines Schulprogramms darstellt, sondern konstitutiver Teil seiner über viele Jahre gewachsenen europäischen Identität geworden ist.

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Dieter Klapproth, Blick auf die Altstadt von Olevano Romani (1995)


Bei dem Besuch der Michelstädter Delegation, die 1989 Hindorf bei der Übergabe seiner Bilder begleitete, darunter auch Bürgermeister Ruhr, wurde der Wunsch nach einer engeren Verbindung unter den Jugendlichen beider Städte geäußert. Schüler aus Olevano ergriffen die Initiative und es kam zunächst zu vereinzelten Briefkontakten. Doch schon bald gab es Überlegungen für eine direkte Begegnung. Das Gymnasium Michelstadt lud eine Schülergruppe aus Italien zu einem einwöchigen Treffen in den Odenwald ein, das im April 1994 auch in Michelstadt verwirklich wurde. Spontan hatte sich damals eine Reihe von Eltern bereit erklärt, die Gäste aus Italien aufzunehmen. Ich kann mich heute noch gut erinnern, von welcher Herzlichkeit dieses erste Zusammentreffen zwischen italienischen und deutschen Schülern geprägt war. Die heftigen Abschiedstränen am Ende des nur siebentägigen Besuchs waren ein beredtes Beispiel dafür.
Ein Jahr später erfolgte, unter Leitung der Kollegen Wolfgang Clauss, Dieter Klapproth und mir, der Gegenbesuch in Italien. Ein Staatsempfang hätte kaum aufwändiger gestaltet sein können. Überall in der Stadt wiesen grellfarbige Plakate auf unseren Besuch hin und informierten die Bevölkerung über das für die Begegnungswoche vorgesehene Veranstaltungsprogramm. Tief beeindruckt von der unnachahmlichen Gastfreundschaft und überwältigt von zahlreichen Reiseeindrücken – nicht nur Olevano ist ein reizvolles Städtchen, auch seine unmittelbare Umgebung hat zahlreiche Sehenswürdigkeiten zu bieten - fuhr man wieder nach Hause. Eine Freundschaft zwischen zwei Schulen hatte begonnen.

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Erste Schülergruppe aus Olevano Romano (1994)


Seitdem finden in beinahe jährlichem Turnus Austauschfahrten statt, die in Olevano Romano von dem Ehepaar Enrica Rocchi und Egidio Cuccari, beide Lehrer am Liceo Renato Cartesio, und am Gymnasium Michelstadt von Franz Bürkle und Martin Wolter, unterstützt von einer ganzen Reihe weiterer Kolleginnen und Kollegen, organisiert werden. In den Jahren 1997 und 1998 hat man diese Schulpartnerschaft offiziell besiegelt.

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Plakat für die Partnerschaftsfeier (1997)
 

Jemand hat damals dieses Ritual der offiziellen Verbindung beider Schulen mit einer Vermählungszeremonie verglichen: Nach einer Zeit der gegenseitigen Erprobung wurde die Partnerschaft in den Jahren 1997 und 1998 amtlich besiegelt; die „standesamtliche Trauung“ erfolgte in Italien, die „kirchliche“ ein Jahr später, während der 175-Jahr-Feier des Gymnasiums, in Michelstadt. Der damalige Schulleiter, Herr Ruppert, wies bei seiner Festrede in Italien auf die vielfältigen Beziehungen beider Schulen hin, welche das Zustandekommen dieser Schulpartnerschaft gefördert haben: So gibt es neben der bereits genannten künstlerischen Verbindung durch Heinz Hindorf auch eine philosophische Verbindung. Beide Schulen haben ihre Erziehungsziele einem Philosophen der Aufklärung unterstellt. Während sich das Liceo Renato Cartesio nach dem französischen Philosophen Descartes benannt hat, orientiert sich das Gymnasium Michelstadt mit „Sapere aude!“ („Habe den Mut, ein mündiger Bürger zu sein!“) an einem Zitat von Immanuel Kant. Beide Philosophen, so Ruppert, „verbindet die gemeinsame Forderung, dem menschlichen Verstand zu vertrauen, wobei Descartes das richtige Vorgehen im Denken und Kant die Beachtung der Grenzen des Denkens betont.“

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Schulleiter Ernst Ruppert unterschreibt die Partnerschaftsurkunde (18.10.1997)


Darüber hinaus entdeckte Ruppert auch eine pädagogische Beziehung: Die von der hessischen Bildungspolitik intendierte Erziehung der Schüler zu mehr Selbstständigkeit und Eigenverantwortung treffe sich mit den pädagogischen Prinzipien von Maria Montessori, die unweit von Olevano Romano geboren wurde und aufgewachsen ist. „Von Maria Montessori können wir auch lernen, wie wir unsere neu gegründete Schulpartnerschaft verstehen sollen, damit diese interessant und fruchtbar bleibt. Wie – nach Maria Montessori – die unterschiedlichen Anlagen der Kinder den gemeinsamen Unterricht nicht stören, sondern bereichern, so ist auch die Verschiedenheit unserer beiden Schulsysteme in Olevano und Michelstadt, die Verschiedenheit unserer Städte, unserer Sprachen und unserer Mentalität keine Einschränkung unserer Freundschaft, sondern eine Bereicherung. Deshalb macht unser der heutige Tag, an dem wir die Verbindung der beiden Schulen Liceo Cartesio und Gymnasium Michelstadt offiziell begründen, so froh und erfüllt uns mit Stolz, dass Sie, liebe Freunde in Olevano, uns dieser Freundschaft für würdig halten.“ (Ruppert, 18.10.1997 in Olevano Romano)

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Enrica Rocchi und ihr Ehemann Egidio Cuccari organisierten über 20 Jahre die Schülerbegegnung zwischen Olevano Romano und Michelstadt


 Ein Jahr später schrieb die ehemalige Schulleiterin von Olevano Romano, Maria Pelliccia, anlässlich der Feier in Michelstadt folgende Zeilen: „Es liegt mir sehr am Herzen, den Enthusiasmus und die Zuneigung hervorzuheben, welche die jungen Italiener und Deutschen im Rahmen dieses kulturellen Austauschs erlebt haben. In der Tat sind – getragen durch die Gastfreundschaft der italienischen und deutschen Familien – eine … starke Zuneigung sowie große Achtung voreinander entstanden. Ein schöner und bedeutsamer Aspekt war die Bereitschaft der Seele – ich würde sogar sagen: des Herzens – sich einander zu öffnen … Dazu muss man sehen, dass trotz der Verschiedenheit der Kultur, der Nationalität, der Ideen und der Sitten es den Jugendlichen gelungen ist, … echte familiäre und freundschaftliche Beziehungen aufzubauen. … Man kann sagen, dass die Erfahrungen in ihrer Gesamtheit eine Zeit des menschlichen Wachstums und der Reife für alle war und dies auch heute noch darstellt, sowohl für die Schüler als auch die Lehrkräfte und die Familien und schließlich auch für die Direktorin, die diese Zeilen verfasst hat.“
Zur Feier in Michelstadt war - außer Repräsentanten der Gemeinde und Schule - auch der stimmgewaltige Chor Schola Cantorum aus Olevano Romano in den Odenwald angereist. Das gemeinsame Konzert des Chores aus Italien mit dem Orchester des Gymnasiums Michelstadt in der Stadtkirche symbolisierte nicht nur die partnerschaftliche Beziehung, sondern ließ die gesamte Partnerschaftsfeier zu einem großartigen und unvergesslichen Erlebnis werden.
Mittlerweile sind seit diesen Ereignissen mehr als zehn Jahre vergangen. Im Herbst letzten Jahres feierte man in Italien bereits das zehnjährige Jubiläum. Schulleiter Johann Aderhold und Martin Wolter bedankten sich bei den Kollegen, Eltern und Schülern beider Länder für das Engagement, das diese Partnerschaft ermöglicht hat und weiterhin lebendig hält. Bürgermeister Ruhr, der mir viel Sympathie und großzügiger Unterstützung die Verbindung des Gymnasiums Michelstadt mit Olevano Romano über all die Jahre begleitet hat, deutete in seiner Rede im Rathaus von Olevano Romano eine engere Beziehung auch von Seiten der Gemeinde an, auch wenn es (vorerst?) bei einer „Ehe ohne Trauschein“ bleiben müsse. Ob sich der Wunsch von Heinz Hindorf doch noch erfüllt?
Möge jedenfalls für unsere Partnerschaft weiterhin gelten, was damals (1998) unser Kollege, Dr. Harald Rimbach, in einem lateinischen Epigramm formuliert hat:


ÉT CARTÉSIUS ÉT SAPIÉNS VIR KÁNTIUS ÍLLE.
CLÁRE ALTÉR SCRIBÍT SESÉ, QUIA CÓGITET, ÉSSE,
ÁTQUE ALTÉR MONET HÍS NOS VÉRBIS: TÚ, SAPERE ÁUDE!
QUÍ VERBA HÁEC DISCÍT MENTÍQUE STATÍM IMPRIMIT ÁLTE,
ÍS RATIÓNE AGITÚR, MELIÚS QUO VÍVERE PÓSSIT.
DÍSCIPULÍ NOSTRÍ VERBÍS HIS PRÓGREDIÁNTUR
ÁTQUE FAVÉNTE DEÓ CUNCTÍS PRO VÍRIBUS ÁDSINT!
QUÍ IUVENÉS AUTÉM INSTITUÚNT, ET AMÓRE DOCÉNDI
NÉCNON NÓTITIÁ DUCTÍ IN MELIÓRA GUBÉRNENT !
FLÓREAT ÉT CRESCÁT, PERGÁT NOS IÚNGERE FÓEDUS !
TÉMPORE, QUÓD VENIÉT, PLUS FRÚCTUS PÉRCIPIÁMUS !


(freie Übersetzung:)
Descartes und Kant, jener Weise,
schreibt der eine, er sei erst, weil er denke,
mahnt uns der andere, mutig doch selbst zu denken.
Wer dies lernt und in seinem Herzen verankert,
wird von der Vernunft geleitet, besser lässt sich so leben.
Mögen unsere Schüler mit diesen Worten wachsen
und mit Gottes Hilfe nach Kräften leben!
Wer aber die Jugend bildet, möge sie mit Liebe zum Lehren
und nicht minder von Kenntnis geleitet zum Besseren führen!
Möge sie blühen und wachsen, unsere Verbindung,
und lasse sie uns weiter zusammenwachsen,
auf dass wir dereinst vielfältige Frucht daraus genießen!
 
8 logo 
Logo der Schulpartnerschaft (Entwurf: D.Klapproth)
  
Weitere Bilder:

9 andrea und marius

Andrea und Marius wurden Freunde.

10 l.richter

Ludwig Richter, Landschaft bei Olevano

11 brief

1992: Bürgermeister Ruhr teilt mit, dass Schüler aus Olevano Romano Briefkontakte suchen.

13 erstes treffen im rathaus

1994: Empfang der ersten Gruppe aus Olevano Romano im histor. Rathaus Michelstadt
(v.l.n.r.: Schulleiter Beck, Dolmetscherin Kober, Lehrerin Ruggieri, Bürgermeister Ruhr, Lehrerin Iannarone)

14 limes spezial

Etikett für das Festbier „Limes-Spezial“

12 partnerschaftsfeier

15 diploma

Partnerschaftsurkunde 1998

16 overbeck italia germania
 

Die Schwestern Italia und Germania (Friedrich Overbeck 1828)

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